Fahrt zur Gedenkstätte „Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau“
Wann / Wo:
06. – 11. Nov. 2023 / Gedenkstätte „Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau“
Kurzbeschreibung:
Auszubildende aus Lauingen/Raum Dillingen und aus Marzahn-Hellersdorf waren zu einer gemeinsamen Gedenkstättenfahrt in Auschwitz, wo sie viel über das Judentum, aber auch über die Gräueltaten der Nationalsozialisten erfuhren. Nach Besuchen des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, der Stadt Auschwitz und von Ausstellungen sowie der Stadt Kraków fanden sich die Jugendlichen mit einer Delegation Erwachsener aus Lauingen/Raum Dillingen und Marzahn-Hellersdorf, die zeitgleich zu einem Besuch in Tychy weilten, zu einer gemeinsamen Gedenkzeremonie in der Stadt Auschwitz an dem Ort, wo einst die Große Synagoge stand, zusammen.
Reisebericht von Kerstin Rocktäschel (Vorsitzende des MHSPV)
Vom 6. bis 11. November 2023 fand eine gemeinsame Gedenkstättenreise von Auszubildenden aus Marzahn-Hellersdorf und Lauingen nach Auschwitz statt, während eine Delegation von Erwachsenen aus Marzahn-Hellersdorf und Lauingen, der auch die Erste Bürgermeisterin von Lauingen, Katja Müller, angehörte, die polnische Partnerstadt von Marzahn-Hellersdorf, Tychy besuchte. Beide Reisen wurden vom Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein Lauingen organisiert. Betreut und begleitet wurden die Auszubildenden von Eva Horner, Lehrerin und Konrektorin aus Lauingen, sowie von Christian Steurer und Annika Maas, Berufschullehrer bzw. Berufsschullehrerin aus Augsburg.
Ziele der Gedenkstättenreise waren vor allem, an die Progromnacht vom 9. November 1938, also vor fünfundachtzig Jahren, zu denken und junge Menschen daran zu erinnern, dass die Demokratie immer neu „erkämpft“ werden muss. Während der Gedenkstättenreise wurde den Jugendlichen die Geschichte das jüdische Leben in Auschwitz und auch bei einem Besuch in der Stadt Krakau nahegebracht. Die Gedenkstättenreise umfasste zudem auch einen ausführlichen Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz.
Zeitgleich besuchte eine gemeinsame Delegation von Erwachsenen aus Marzahn-Hellersdorf und aus Lauingen unsere polnische Partnerstadt Tychy. Bereits bei unserer Ankunft wurden wir von Ewa Dymek, Mitarbeiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Internationales bei der Stadt Tychy, die uns während unserer Ausflüge am 2. und am 4. Tag begleitete, und von Ruta Seidel, Deutschlehrerin am Leon-Kruczkowski-Gymnasium in Tychy begrüßt.
Den zweiten Tag verbrachten wir in Südpolen. Dort besuchten wir Wadowice, die Geburtsstadt von Papst Johannes Paul II. und besichtigten sein Geburtshaus. Den Nachmittag verbrachten wir im Salzbergwerk Wieliczka auf drei Sohlen zwischen 64 und 135 m unter der Erde, wo wir die wunderbaren aus Salz gefertigten Kunstwerke besichtigt haben, die der Grund dafür waren, dass das Salzbergwerk zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde.
Am dritten Tag waren wir zu Gast in der Stadt Tychy. Am Vormittag wurden wir von Hanna Skoczylas, Stadträtin für Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtentwicklung, von Magdalena Łukas, Leiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Internationales sowie von den Mitarbeiterinnen der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Internationales, Marta Witek und Ewa Dymek, im Rathaus der Stadt Tychy empfangen. Auch Ruta Seidel, Deutschlehrerin am Gymnasium „Leon Kurczkowski“ war anwesend. Das Treffen endete mit einer Einladung durch die polnische Seite zu einem offiziellen Abendessen.
Nach dem Treffen begleitete uns Ruta Seidel Leon-Kruczkowski-Gymnasium, wo wir von den Schülern, in der Aula bereits erwartet wurden. Dort gab der Chor der Schule ein atemberaubendes Konzert. Anschließend fand ein Treffen mit der Schuldirektorin Joanna Wojtynek statt.
Der Tag endete mit einer Führung durch die Tyskie-Brauerei, wo wir etwas über die Geschichte des Bierbrauens in Tychy erfuhren.
Am 4. Tag ging es nach Kraków, die zu den schönsten Städten Polens gehört. Dor konnten wir bei einem Stadtrundgang viel über die Stadt, aber auch über Polen erfahren.
Am Abend folgten Hubert Götz, Michael Schütz, Katja Müller und ich der zwei Tage zuvor ausgesprochenen Einladung zu einem offiziellen Abendessen, wo u.a. Möglichkeiten für eine Wiederbelebung der Städtepartnerschaft mit Tychy besprochen wurden. Von der polnischen Seite nahmen Magdalena Łuka, Marta Witek, Ewa Dymek und Ruta Seidel teil. Angedacht sind hier u.a. eine Jugendbegegnung, eine Zusammenarbeit im künstlerischen Bereich (der Mann von Magdalena Łuka ist Maler) und im sportlichen Bereich.
Der letzte Tag war der emotionalste, denn wir haben die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz besucht. Bei einer Führung durch die Gedenkstätte wurde uns noch mehr bewusst, welche Folgen das Wegsehen bei antisemitischen Angriffen verbaler oder physischer Natur haben kann.
Den Abschluss bildete eine Gedenkzeremonie der Auszubildenden gemeinsam mit den Erwachsenen, die von den Auszubildenden gemeinsam mit den begleitenden Lehrkräften vorbereitet wurde.
Weiterführender Link:
Internetseite der BS4 Welserschule Augsburg:
Gedenkstättenfahrt „Gegen das Vergessen“ nach Auschwitz-Birkenau in Polen | BS4 Welserschule Augsburg




